Unsere Jahrestour 2018 nach St. Vith Belgien

 

Unsere Jahrestour führte uns in diesem Jahr nach St. Vith in Belgien, in der deutschsprachigen Wallonie. Der freundschaftliche Kontakt zu unseren belgischen Radsportfreunden kam durch die diversen Mallorca-Touren unserer Mitglieder zustande.

 

In diesem Jahr gab es eine Besonderheit bei der Anfahrt nach Belgien. Die erste Gruppe -in der eine Radfahrerin mitfuhr- startete bereits am Dienstagmorgen um die über 300 km lange Anfahrt –in Begleitung eines Servicefahrzeugs- mit dem Rennrad zu bewältigen.

Die erste Übernachtung erfolgte im BaseCamp in Bonn. Am Mittwochmorgen ging es auf die Schlussetappe nach St. Vith. Sandra, eine lobenswerte Anerkennung für diese  Leistung.

 

Unsere Schweizer Radsportfreunde vom Velo-Club Buchs waren wegen der langen Anfahrt auch bereits am Dienstag angereist. Am Mittwochvormittag gab es ein freudiges Wiedersehen mit einer herzlichen Begrüßung.

 

Die restliche Gruppe startete am frühen Mittwochmorgen in Fahrgemeinschaften mit Privat-PKW. Die Rennräder sowie das Gepäck und die erforderlichen Tourgetränke wurden mit unserem vereinseigenen Anhänger transportiert.

 

In St. Vith angekommen wurde das Hotel bezogen und die Vorbereitungen zur ersten Ausfahrt vorgenommen. Brigitte, vom RSV St. Vith klärte uns über die örtliche Geographie auf, die mit dem Faktor von mindestens 10 gekennzeichnet ist. Das bedeutet, dass auf einen Kilometer Strecke mit mindestens 10 Höhenmetern zu rechnen ist.

 

Unter örtlicher Führung gingen es auf die erste Tour, die es im wahrsten Sinne schon in sich hatte und der Ein oder Andere schon an seine Grenzen kam. Am Ende der Tour standen dann ca. 65 km Fahrstrecke mit 850 Höhenmetern auf dem Tacho.

 

Am Fronleichnamstag standen wieder geführte 3-gruppige Touren mit den Guides des örtlichen Radsportclubs auf dem Programm. Die Speedgruppe nahm ca. 120 km, die Ausdauergruppe ca. 100 km und die Pianogruppe ca. 80 km unter die Räder.

 

In der nächsten Nacht erlebten wir eine unangenehme Überraschung mit Starkregen und anhaltenden Gewittern. Der Keller des Hotels wurde überflutet, die Hotelzufahrt überschwemmt und die beiden hoteleigenen Teiche drohten überzulaufen. Die Stromversorgung war in weiten Teilen der Stadt unterbrochen und wurde erst um 18 Uhr 30 wieder hergestellt. Das gesamte Hotelpersonal war mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt. Um sich auf diese Arbeit konzentrieren zu können, haben wir an diesem Tag auf den Zimmerservice verzichtet

 

Durch den Stromausfall funktionierten die el. Küchengeräte nicht und, oh Schreck- es gab keinen Kaffee. Es wurde improviesiert und mit einem Gaskochers wurde heißes Wasser für Nescafe zubereitet. Die Brötchen waren -Gott sei Dank- schon vor dem Unwetter geliefert worden. Da eine Wetterbesserung nicht in Sicht war, wurde die geplante Radtour abgesagt und ein Museum besucht. Einige Sportfreunde zogen es vor, sich im Angeln zu üben. Leider reichte die Beute nicht für das Abendessen aus.

 

In der Stadt konnte man sehen, was ein Stromausfall für Folgen hat; Geschäfte hatten geschlossen, da die automatischen Türen und Kassen nicht funktionierten. Besonders hart traf der Stromausfall auch all die social-media-Affinen, die ihr Handy nicht mehr laden konnten und praktisch von der Außenwelt abgeschnitten waren.

 

Am Samstag hatte sich die Wetterlage wieder normalisiert und wir konnten in drei Gruppen unter Führung der örtlichen Guides zu ausgedehnten Touren starten.

Anscheinend waren von den Touren am Tag noch Körner übrig geblieben, denn der örtlichen Kirmes wurde am Abend noch ein Besuch abgestattet.

 

Der Sonntagmorgen stand im Zeichen des Abschieds und des Dankes. Organisator Bernie bedankte sich beim Radsportverein St. Vith für die gute Betreuung bei den Touren. Dem Hotelpersonal wurde für die gute Bewirtung gedankt und danach die gemeinsame Heimreise angetreten.

 

Alles in Allem eine sehr gut vorbereitete und harmonisch verlaufene Jahrestour mit viel Spaß –manchmal auch auf Kosten Anderer.

 

Erfreulich auch -Gott sei Dank-, dass es zu keinem Unfall kam.

 

Ein herzliches Dankeschön dem verantwortlichen Vorbereitungsteam und hoffentlich eine ebenso tolle Tour im Jahr 2019.

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© Erich Lippert